Schwellung im Gesicht – wann es dringend wird
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Dicke Backe, Abszess, Schwellung am Kiefer: Warnzeichen, Soforthilfe und wann Sie in die Notaufnahme müssen. Praxis Dr. Missy & Kotsaridis, Gaildorf.
Eine Schwellung an Wange oder Kiefer ist fast immer ein Zeichen dafür, dass sich eine Entzündung aus dem Zahn heraus ins umliegende Gewebe ausbreitet. Anders als reine Zahnschmerzen lässt sich das nicht aussitzen.
Rufen Sie noch heute an
Eine Schwellung gehört am selben Tag untersucht – auch dann, wenn sie kaum schmerzt. Rufen Sie uns an: 07971 910110. Außerhalb unserer Öffnungszeiten wenden Sie sich an den zahnärztlichen Notdienst.
Wann Sie nicht warten dürfen
Wählen Sie 112 oder fahren Sie sofort in die nächste Notaufnahme, wenn eines dieser Zeichen auftritt:
Atemnot oder ein Engegefühl im Hals
Schluckbeschwerden, besonders beim Schlucken von Speichel
eine Schwellung, die sich zum Hals oder zum Auge hin ausbreitet
eine Mundöffnung, die sich deutlich nicht mehr weit öffnen lässt
hohes Fieber, Schwindel, starkes Krankheitsgefühl
eine Schwellung, die innerhalb von Stunden sichtbar größer wird
Diese Konstellationen sind selten. Wenn sie auftreten, zählt jede Stunde.
Was Sie bis zum Termin tun können
Kühlen Sie von außen, mit Pausen, nie direkt auf der Haut.
Halten Sie den Kopf hoch, auch nachts.
Trinken Sie ausreichend, am besten Wasser oder ungesüßten Tee.
Beobachten Sie die Ausdehnung. Ein Foto zu Beginn hilft, Veränderungen einzuschätzen.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
Keine Wärme. Wärmflasche, Rotlicht oder heiße Umschläge lassen eine Entzündung sich schneller ausbreiten. Das ist der häufigste und folgenreichste Fehler.
Nicht drücken, nicht aufstechen. Sie treiben Keime tiefer ins Gewebe.
Keine Antibiotika aus der Hausapotheke. Reste aus früheren Behandlungen sind meist das falsche Mittel in der falschen Dosis – und verschleiern das Bild.
Woher die Schwellung kommt
Meist liegt eine Entzündung an der Wurzelspitze zugrunde: Bakterien aus einer tiefen Karies haben den Zahnnerv erreicht und sich bis in den Knochen ausgebreitet. Der Körper kapselt die Entzündung ab, es entsteht ein Abszess. Andere Ursachen sind eine fortgeschrittene Parodontitis, ein durchbrechender Weisheitszahn oder eine entzündete Zahnfleischtasche.
Wie wir behandeln
Im Vordergrund steht, dem Eiter einen Weg nach außen zu schaffen und die Ursache zu beseitigen. Je nach Befund eröffnen wir den Abszess, beginnen eine Wurzelbehandlung oder entfernen den Zahn. Ein Antibiotikum ist dabei eine Unterstützung, kein Ersatz für die Behandlung am Zahn selbst – ohne Entlastung der Entzündungsquelle kommt die Schwellung zurück.
Die gute Nachricht: Sobald der Druck raus ist, lassen Schmerz und Schwellung meist innerhalb weniger Stunden deutlich nach.
Dr. Missy, Kotsaridis & Kollegen
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