Zwei Dentalhygienikerinnen in unserer Praxis in Gaildorf: Das bringt es Ihnen


In unserer Praxis Dr. Missy, Kotsaridis & Kollegen in Gaildorf kümmern sich zwei Dentalhygienikerinnen um Ihre Mundgesundheit: Brigitte Bonfert, die unsere Prophylaxe-Abteilung leitet, und Samantha Schmidt. Für Sie bedeutet das vor allem eines: mehr Zeit und mehr Verlässlichkeit bei Vorsorge, Reinigung und Nachsorge.
Mit zwei Dentalhygienikerinnen erhalten Sie bei uns gründliche professionelle Zahnreinigungen, eine persönliche Anleitung für Ihre Pflege zu Hause und eine kontinuierliche Nachsorge – besonders dann, wenn Ihr Zahnfleisch zu Entzündungen neigt oder Sie eine Parodontitis-Behandlung hinter sich haben. Diagnose und Therapieentscheidung liegen dabei immer bei Ihrer behandelnden Zahnärztin oder Ihrem behandelnden Zahnarzt.
Viele Zahnfleischerkrankungen beginnen ohne Schmerzen. Wer regelmäßig von denselben vertrauten Fachkräften betreut wird, bemerkt kleine Veränderungen früher und kann rechtzeitig gegensteuern.
Was leisten Dentalhygienikerinnen über die Zahnreinigung hinaus?
Dentalhygienikerinnen begleiten Sie langfristig in Vorsorge, Aufklärung und parodontaler Nachsorge. Die Zahnreinigung ist nur ein Teil ihrer Arbeit.
Dahinter steht eine lange Qualifizierung: Eine Dentalhygienikerin hat zuerst die dreijährige Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten abgeschlossen. Danach folgen mehrere Aufstiegsfortbildungen im Bereich Prophylaxe, in der Regel über die Zahnärztekammern, alternativ ein Bachelorstudium in Dentalhygiene. Der Schwerpunkt liegt auf der Parodontologie, also der Lehre vom Zahnhalteapparat.
Unterstützt werden unsere beiden Dentalhygienikerinnen von drei Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentinnen. Zusammen bilden sie unser Prophylaxe-Team. Wer dazugehört, sehen Sie auf unserer Teamseite.
Wie unterstützen sie Vorsorge und persönliche Beratung?
Prophylaxe bedeutet Vorbeugung. Ziel ist, Karies und Zahnfleischentzündungen gar nicht erst entstehen zu lassen oder früh einzudämmen.
Dazu gehört mehr als das Entfernen von Belägen. Ihre Dentalhygienikerin zeigt Ihnen, wo sich bei Ihnen Plaque sammelt und welche Stellen beim Putzen zu kurz kommen – direkt an Ihren eigenen Zähnen.
Diese Anleitung wiederholt sich bei jedem Termin. Das hat einen praktischen Grund: Gewohnheiten ändern sich nicht nach einem einzigen Gespräch. Wer beim nächsten Besuch erneut angeleitet wird, verbessert seine Technik Schritt für Schritt.
Wie arbeiten sie mit unseren Zahnärztinnen und Zahnärzten zusammen?
Unsere Dentalhygienikerinnen arbeiten eng mit dem zahnärztlichen Team zusammen. Die Rollen sind klar verteilt:
Aufgabe | Zahnärztin / Zahnarzt | Dentalhygienikerin |
|---|---|---|
Diagnose stellen | ja | nein |
Therapie festlegen | ja | nein |
Professionelle Zahnreinigung | möglich | ja |
Mundhygiene-Anleitung | möglich | ja |
Parodontale Vor- und Nachbehandlung | Anordnung | Durchführung |
Fällt bei der Reinigung etwas auf, etwa eine blutende Stelle oder eine tiefere Zahnfleischtasche, gibt die Dentalhygienikerin das an Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt weiter. Dort wird entschieden, ob eine weitere Untersuchung oder Behandlung nötig ist. So geht keine Beobachtung verloren.
Was bringt eine professionelle Zahnreinigung konkret?
Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) entfernt Beläge, die Sie mit Zahnbürste und Zwischenraumbürstchen zu Hause nicht vollständig erreichen. Sie schafft eine saubere Ausgangslage für Ihre tägliche Pflege und gibt uns die Gelegenheit, Ihr Zahnfleisch regelmäßig im Blick zu behalten.
Die Behandlung dauert meist 45 bis 60 Minuten. Die PZR ist eine Privatleistung; viele gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten. Fragen Sie am besten bei Ihrer Kasse nach.
Welche Beläge werden bei einer PZR entfernt?
Weiche Beläge (Plaque): ein bakterieller Film, der sich ständig neu bildet und sich mit der Zunge pelzig anfühlt.
Harte Beläge (Zahnstein): verhärtete Plaque, die nur in der Praxis entfernt werden kann.
Besonders gründlich werden die Zahnzwischenräume und der Zahnfleischrand gereinigt. Dafür kommen Ultraschallgeräte, Handinstrumente und kleine Bürstchen zum Einsatz. Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Rauchen lassen sich dabei ebenfalls lösen.
Anschließend werden die Zähne poliert, damit neue Bakterien schlechter haften. Zum Schluss folgt eine Fluoridierung, die den Zahnschmelz stärkt. Bei empfindlichen Zahnhälsen ist auf Wunsch eine örtliche Betäubung möglich.
Wie greifen PZR und SOLO-Prophylaxe ineinander?
In unserer Praxis arbeiten wir nach dem Konzept der SOLO-Prophylaxe. Der Grundgedanke: Bakterien sind die häufigste Ursache von Erkrankungen im Mund – von Zahnstein und Karies über Zahnfleischbluten bis zum Zahnverlust. Und sie sitzen vor allem dort, wo die Zahnbürste nicht hinkommt: in den Zahnzwischenräumen.
Deshalb reinigen Sie bei der SOLO-Prophylaxe jeden Zwischenraum gezielt mit einem passenden Interdentalbürstchen. Unsere Dentalhygienikerinnen messen Ihre Zwischenräume aus und üben die Anwendung mit Ihnen in den Prophylaxe-Sitzungen. Anfängliches Zahnfleischbluten verschwindet bei täglicher Anwendung meist nach etwa zwei Wochen.

So ergänzen sich beide Bausteine: Wir entfernen in der Praxis, was Sie nicht erreichen. Sie halten mit Ihrer Routine sauber, was frisch gereinigt wurde.
Warum ist regelmäßige Betreuung für das Zahnfleisch wichtig?
Zahnfleischerkrankungen verlaufen anfangs meist schmerzlos und werden deshalb leicht übersehen. Regelmäßige Kontrollen zeigen, ob sich eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) zu einer Parodontitis entwickelt. Dann hat sich die Entzündung auf das Zahnbett und den Kieferknochen ausgeweitet.
Welche Anzeichen sollten Sie ernst nehmen?
Gesundes Zahnfleisch blutet nicht regelmäßig. Achten Sie auf diese Zeichen:
Zahnfleischbluten beim Putzen oder spontan
Rötung oder Schwellung am Zahnfleischrand
anhaltender Mundgeruch oder ein unangenehmer Geschmack
Zahnfleisch, das sich zurückzieht und Zahnhälse freilegt
Zähne, die locker werden oder ihre Position verändern
Bei Raucherinnen und Rauchern blutet das Zahnfleisch trotz Entzündung manchmal weniger. Ausbleibendes Bluten ist deshalb kein sicheres Zeichen für Gesundheit. Ob eine Zahnfleischerkrankung vorliegt, klärt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt, unter anderem durch Messung der Taschentiefe.
Welche Rolle spielt die Nachsorge bei Parodontitis?
Die Parodontitis-Behandlung stoppt die Entzündung. Damit sie nicht zurückkehrt, folgt die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) – eine Nachsorge über viele Jahre. In dieser Phase sind Dentalhygienikerinnen besonders wichtig.
Bei jedem Termin werden Beläge auch in den Zahnfleischtaschen entfernt, die Messwerte mit früheren Befunden verglichen und Ihre Pflege zu Hause gemeinsam nachjustiert. Wie oft Sie kommen sollten, legt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt fest – nach einer Parodontitis sind kürzere Abstände üblich, oft bis zu viermal im Jahr.
Hier zeigt sich der Vorteil von zwei Dentalhygienikerinnen: Wer Ihr Zahnfleisch über Jahre kennt, erkennt Veränderungen schneller. Und die Nachsorgetermine lassen sich verlässlicher einplanen.
Wie hilft individuelle Beratung bei der Pflege zu Hause?
Individuelle Beratung passt Ihre Mundhygiene an Ihr Gebiss an: an enge oder weite Zwischenräume, an Kronen, Brücken oder Implantate. „Zweimal täglich zwei Minuten putzen“ bleibt richtig, reicht aber selten aus, um jede Stelle sauber zu bekommen.
Welche Hilfsmittel passen zu Ihren Zähnen?
Zahnbürste: Hand- oder elektrische Zahnbürste – entscheidend sind Technik und sanfter Druck.
Zahnpasta: fluoridhaltig, zweimal täglich.
Interdentalbürstchen: das Herzstück der SOLO-Prophylaxe. Sie reinigen auch die gewölbte Form der Zahnzwischenräume, die Zahnseide oft nicht erreicht. Besonders wichtig rund um Implantate und nach einer Parodontitis.
Bei Interdentalbürstchen ist die Größe entscheidend. Zu kleine reinigen kaum, zu große reizen das Zahnfleisch. Deshalb messen wir mit Ihnen aus, welche Größe an welcher Stelle passt. Oft brauchen Sie zwei oder drei verschiedene Größen.
Wie wird daraus eine Routine, die im Alltag funktioniert?
Eine Routine funktioniert, wenn sie kurz, klar und auf Sie zugeschnitten ist. Deshalb fragen wir zuerst nach Ihren Gewohnheiten: Wann putzen Sie? Wo fällt Ihnen das Reinigen schwer?
Zwischenräume einmal täglich reinigen, gern abends.
Die Bürstchen sichtbar neben die Zahnbürste legen.
Mit den Bereichen beginnen, an denen sich bei Ihnen am meisten Belag hält.
Beim nächsten Termin schauen wir gemeinsam, wo es schon gut klappt und wo noch Plaque bleibt. Fragen Sie gern nach einer kurzen Notiz mit Ihren Bürstchengrößen – dann haben Sie alles zu Hause griffbereit.
Was erwartet Sie bei einem Prophylaxetermin?
Ein Prophylaxetermin verbindet Reinigung, Kontrolle Ihrer Pflege und ein persönliches Gespräch. Sie gehen mit sauberen Zähnen und konkreten Hinweisen für die Zeit bis zum nächsten Besuch.
Wie wird Ihr persönlicher Pflegebedarf besprochen?
Zu Beginn geht es um Ihren aktuellen Stand: Ist Ihnen Zahnfleischbluten, Empfindlichkeit oder etwas Neues aufgefallen? Wichtig für uns ist auch, ob Sie Blutverdünner einnehmen, Diabetes haben oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.
Häufig machen wir sichtbar, wo sich Beläge halten, zum Beispiel mit einer Färbelösung. So sehen Sie selbst, welche Stellen beim Putzen zu kurz kommen.
Am Ende besprechen wir gemeinsam, was Sie zu Hause anpassen – meist ein oder zwei konkrete Punkte, etwa eine neue Bürstchengröße oder ein anderer Putzwinkel am Zahnfleischrand.
Wie passt der nächste Termin in Ihren Alltag?
Der Abstand zwischen zwei Terminen richtet sich nach Ihrem persönlichen Risiko. Bei gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch sind ein bis zwei Termine im Jahr üblich, bei erhöhtem Karies- oder Parodontitisrisiko bis zu vier.
Damit diese Termine in Ihren Alltag passen, sind wir von Montag bis Freitag von 7:00 bis 19:00 Uhr für Sie da, samstags nach Vereinbarung. Ein Termin vor der Arbeit oder am frühen Abend lässt sich so gut einrichten. Am besten legen Sie den Folgetermin gleich am Ende Ihres Besuchs fest – dann geht er im Alltag nicht unter.
Kontinuierliche Betreuung für gesunde Zähne
Zwei Dentalhygienikerinnen bringen Ihnen vor allem Verlässlichkeit. Die professionelle Zahnreinigung entfernt, was Sie zu Hause nicht erreichen. Die persönliche Anleitung im Rahmen unserer SOLO-Prophylaxe macht Ihre tägliche Pflege gezielter. Und die Nachsorge hält Ihr Zahnfleisch nach einer Parodontitis-Behandlung stabil.
Diagnose und Therapieentscheidung liegen weiterhin bei Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt. Für Ihre Zahngesundheit zählt das Zusammenspiel: regelmäßige Termine im passenden Abstand und eine Routine mit Zahnbürste, fluoridhaltiger Zahnpasta und Interdentalbürstchen in der Größe, die wir für Ihre Zähne ausgemessen haben.
Sie möchten einen Prophylaxetermin vereinbaren? Rufen Sie uns an unter 07971 910110 oder schreiben Sie an info@zahnarztpraxis-gaildorf.de. Auch neue Patientinnen und Patienten sind bei uns herzlich willkommen.
Dr. Missy, Kotsaridis & Kollegen · Karlstraße 7 · 74405 Gaildorf


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